Limes & Römer

Der römische Limes verläuft etwa 4 km durch das Gebiet der Gemeinde Pfofeld. Auf dieser Strecke sind fünf Limestürme bekannt. Sie hatten direkten Blickkontakt zum Kastell Theilenhofen. Entlang des Limes wurden bei Ausgrabungen im vorletzten Jahrhundert viele römische Gegenstände, darunter eine kleine Bronzefigur des Gottes Merkur, gefunden. Sie wird im Archäologischen Museum in Gunzenhausen ausgestellt.

(Un-)Sichtbarer Limes
Heute ist von der römischen Grenzanlage – dem größten Bodendenkmal Europas – nur noch wenig sichtbar. Die Reste der früheren Grenze sind sehr unterschiedlich erhalten. Im Ortskern von Gundelshalm ist das Meiste durch Bauten zerstört, östlich davon ist der Limes stellenweisenoch als Böschung zu erkennen. Entlang des Limeswanderweges geben Informationsschilder Hinweise auf Erkenntnisse aus Ausgrabungen, Funde und die Funktion des Limes.


Ortsname Pfofeld
Pfofeld ist einer der wenigen Orte am Limes, deren Namen sogar mit dem Denkmal zusammenhängt. Pfofeld bedeutet „Feld am Pfahl“. Pfahl ist eine andere historische Bezeichnung des Limes. Vor dem Bau der bekannten Steinmauer wurde die Grenze mit einer Holzpalisade, also mit Pfählen, gebildet. Entsprechend besteht das Ortswappen symbolisch aus drei miteinander verbundenen Holzpfosten. In Bayern weist sonst nur Pfahldorf bei Kipfenberg in seinem Namen auf den Limes hin. Erinnerungen an die frühere Grenze spiegeln sich in einigen Gemeinden in den Flurnamen, wie Pfahläcker oder Pfahlwiesen, wieder.